Classic Kiger Mustang Ranch

2018 vorerst letzte Deckmöglichkeit für Fremdstuten -> Natursprung und TG-Samen für begrenzte Anzahl noch Möglich

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Der Kiger Mustang - ein echtes Stück Western-Historie!
Kein anderes Pferd ist so einzigartig wie der Kiger Mustang.
 
 
 
 
Entdeckt wurde der Kiger Mustang im südostlichen Oregon. Bei einem Roundup im Jahr 1977 fand man auf dem entlegenen und schwer zugänglichen Beatys Butte Mustangs, die starke iberische Merkmale aufwiesen und zu den am besten erhalten gebliebenen Spanish Mustangs gezählt werden mussten. Sie waren alle Duns oder Grullas.
 

 

 

Die Mustangs waren ursprünglich verwilderte spanische Pferde, die zunächst von den Indianern erbeutet und auf dem nordamerikanischen Kontinent verteilt wurden, die sich später aber wildlebend so stark vermehrt hatten, dass sie sich von Mexico bis Canada in Hunderttausenden wenn nicht Millionen Exemplaren verbreitet hatten. Später gab es dann aus dem Osten viele  remdbluteinflüsse, und nur in wenigen unzugänglichen Gegenden konnte sich der spanische Mustang mehr oder weniger rein erhalten.

Weil man den besonderen Wert der auf dem Beatys Butte gefangenen Mustangs erkannte, "verpflanzte" man sie in ein besser zugängliches, aber eingezäuntes Gebiet nahe der Kiger Gorge in den Steens Mountains, um sie von Fremdbluteinflüssen zu schützen. Später etablierte man zur Sicherheit auf dem nahegelegenen Riddle Mountain eine zweite Herde.
 
 
Die eingefangenen Kigers Mustangs wiesen außerdem auch Merkmale auf vom Sorraia-Pferd, einem iberischen Urpferd. Die Verbindung zwischen dem Kiger Mustang und dem fast ausgestorbenem Sorraia wurde durch Hardy Oelke anhand von DNA-Tests beim Institut für molekulargenetische Diagnostik (heute Certagen) bestätigt.
Über Jahre waren die Kiger Mustangs die begehrtesten unter allen nordamerikanischen Mustangs, und wenn es alle drei Jahre einen Zusammentrieb gab, konnte die Nachfrage bei weitem nicht befriedigt werden. Anfangs wurde per Los die Reihenfolge entschieden, wer einen Kiger adoptieren durfte und wer die erste, zweite, dritte usw. Wahl hatte, später ging man zur offenen Versteigerung für die Meistbietenden über. Zur Information: Während die Gebühr für die Adoption eines wilden Mustangs normalerweise 125,- Dollar beträgt, kamen Kiger Mustangs so nicht selten auf mehrere Tausend Dollar Adoptionsgebühr!
Die Erhaltung des Kiger Mustangs als einem der letzten und reinsten Spanish Mustangs ist von großer Bedeutung. Heute leben mehr Kiger Mustangs in Privathand als in freier Wildbahn. In Oregon leben die Kigers heute in den beiden erwähnten Herden im Kiger Mountain-Gebiet und im Riddle Mountain-Gebiet.
Es gibt heutzutage mehrere Stammbücher/Registries für Kiger Mustangs, von denen die Kiger Mesteno Association das erste resp. älteste ist. Alle eingetragenen Pferde müssen auf wilde Tiere aus der Kiger Mountain- oder der Riddle-Herde zurückgehen, nur dann kann ein Pferd als wahrer Kiger Mustang gelten.
 
 
Die Kiger Mustangs sind die homogenste wildlebende Herde in den USA. Sie sind meistens über 1,40 m im Stockmaß, werden in der Domestikation bei guter Fütterung oft auch 1,50 m und mehr. Sie haben einen mittelgroßen Kopf, der oft das typische konvexe Profil des iberischen Pferdes aufweist. Der Hals ist kräftig und ist bei Hengsten stolz gebogen. Die Kruppe ist schräg, oft mit relativ niedrigem Schweifansatz. Der Kiger Mustang hat sehr harte Hufe, starke Beine und einen kräftigen Rücken. Kiger Mustangs sind braunfalb oder graufalb (dun oder grulla), seltener auch rotfalb (red dun), mit oft stark ausgeprägten primitiven Markierungen, wie Zebrastreifen, Aalstrich, gerahmte und gestreifte Ohren sowie oft eine zweigetönte Mähne und ein zweigetönter Schweif, d. h. die Haare sind weißlichen, und mitten durch verlaufen die schwarzen Haare als Fortsetzung des Aalstrichs, wie dies auch die Sorria-Pferde aufweisen.
Kiger Mustangs sind in der Regel sehr agil und intelligent, ausdauernd und enorm trittsicher. Sie besitzen die Athletik für Reining, die Schnelligkeit und Wendigkeit für Barrel Racing und die Eleganz für die Dressur. Die Vielseitigkeit des Kiger Mustans kennt kaum Grenzen. Bobby Ingersoll hatte einmal mit einem Kiger Mustang an der World Championship Snaffle Bit Futurity in Reno teilgenommen und das Finale nur ganz knapp verfehlt.
 
 
Die Gutmütigkeit, der Arbeitswille und die Neugiere des Kiger Mustangs machen ihn auch im Umgang mit Kindern zum idealen Freizeit- und Turnierpferd. Obwohl sich der Kiger Mustang nur allzugerne dem Menschen anschließt, sollte die Natur des Wildpferds in ihm nicht unterschätzt werden. Einmal solide ausgebildet, ist er aber ein verlässlicher und angenehmer Turnier- und Freizeitkamerad.
 
 
Die Begegnung mit einem Kiger Mustang ist eine Erfahrung, die man nicht so bald vergisst.
Wir auf der Classic Kiger Mustang Ranch haben uns zum Ziel gesetzt, den ursprünglichen Kiger weiterzuzüchten und zu erhalten, aber auch, ihn einem interessierten Reitpublikum vorzustellen und so weiteres Interesse für diese wunderbaren Pferde zu wecken.